Grußworte zum Jubiläum

Christian Scharpf Oberbürgermeister Ingolstadt
© Stadt Ingolstadt/Herbert

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bild unserer Altstadt wird seit fast 600 Jahren geprägt von einem großen rosafarbenen Bauwerk mit breitem Giebel.

1434 als sog. Pfründnerhaus errichtet, wurde es 1472 zur Hohen Schule und Sitz der ersten Bayerischen Landesuniversität.
328 Jahre lang war Ingolstadt eines der geistigen Zentren mitten in Europa, bis im Jahr 1800 das studentische Leben vorübergehend zum Stillstand kam: Die Universität zog nach Landshut um, 1826 nach München. Daraus ging die heutige Ludwig- Maximilians-Universität hervor.

Ende des 20. Jahrhunderts wurde auch Ingolstadt wieder Hochschulstandort und ist heute mit einer sich deutlich verstärkenden Katholischen Universität und einer aufstrebenden und wissenschaftsstarken Technischen Hochschule erneut ein Zentrum für Wissenschaft und Innovation.

Nicht mehr die „Artes liberales“ der frühen Neuzeit bestimmen das Hochschulleben, sondern Wirtschaft und Technik. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Mobilität der Zukunft – am Boden und in der Luft – dies sind die Schwerpunktthemen der THI. In Kooperation mit der KU werden die wissenschaftlichen Erkenntnisse in einen ethischen und ökonomischen Kontext gestellt und aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet. Die Stadt Ingolstadt unterstützt beide Hochschulen bei ihrer dynamischen Entwicklung, um dem Wissenschaftsstandort auch zukünftig Glanz und Ausstrahlung zu verleihen. Über 550 Jahre spannt sich der Bogen der Wissenschaftsgeschichte in Ingolstadt. Das nehmen wir zum Anlass, 2022 die Hochschul- und Wissenschaftsstadt Ingolstadt gebührend zu feiern. Ich bin stolz, dass wir im Wissenschaftsjahr auf eine so lange Hochschultradition zurückblicken dürfen und ich bin gespannt auf die kommenden Jahre, in denen die Bedeutung von Ingolstadt als Wissenschaftsstandort weiter wachsen wird.

Ihr Christian Scharpf,

Oberbürgermeister
line-design Wissenschaftsjahr Ingolstadt

Sehr geehrte Damen und Herren,

550 Jahre Wissenschaft in Ingolstadt – dieses Jubiläum ist ein willkommener Anlass zurückzublicken auf die Ingolstädter Hochschultradition.

Mit breit angelegten Angeboten erinnern wir an die Anfänge universitären Lebens und präsentieren zugleich den heutigen modernen Wissenschaftsstandort mit seiner Ausrichtung auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

Historische wie gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen und Errungenschaften werden aufgezeigt, diskutiert und künstlerisch reflektiert: in Ausstellungen, Tanz und Theater, in Vorträgen, Diskussionen und Workshops, in Führungen und Lesungen, in Bildender Kunst und Konzerten, Film und digitalen Formaten sowie mit Programmpunkten für Kinder und Jugendliche.

Gabriel Engert
© Rössle Stadt IN
Georg Rosenfeld Ingolstadt
© Rössle Stadt IN

Das Wissenschaftsjahr 2022 hält viele Höhepunkte in Ingolstadt für Sie bereit: Die IFG veranstaltet gemeinsam mit den Hochschulen den ersten Ingolstädter Wissenschaftskongress, der das zentrale Element des Jubiläumsjahres bildet. Das Stadttheater hält den nunmehr dritten Futurologischen Kongress ab, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ist Gastgeberin eines Ethik-Kongresses und die Technische Hochschule wird unter anderem ein On Campus Festival veranstalten. Die Wissenschaftsgalerie in der Ingolstädter Fußgängerzone lädt zu Diskussionsrunden, Kurzvorträgen und zum Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein.
Wir freuen uns, wenn Sie viele dieser Veranstaltungen besuchen und wünschen Ihnen allen erkenntnisreiche und unterhaltsame Kulturerlebnisse sowie informative und anschauliche Einblicke in die Ingolstädter Forschungslandschaft. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen unser Ingolstadt im Wissenschaftsjahr von einer neuen Seite kennenzulernen.

Gabriel Engert Kulturreferent und Wirtschaftsreferent Prof. Dr. Georg Rosenfeld

550Jahre - Designlinie
Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
© KU

Liebe Leserinnen und Leser,

„Tradition ist die Wurzel, aus der Fortschritt entspringt“, heißt es.

In diesem Sinne sind wir stolz, als Universität in der Region an gleich zwei Standorten präsent zu sein, die gleichermaßen auf eine lange Tradition im Hochschulbereich zurückblicken können.

1472 wurde die Hohe Schule zu Ingolstadt gegründet, nur 20 Kilometer entfernt entstand 1564 das Eichstätter Collegium Willibaldinum. Dieses bildet eine der Wurzeln, aus der die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt hervorgegangen ist.

Ab Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Universität Ingolstadt zunehmend durch den Jesuitenorden geprägt, der ihr Anfang des 18. Jahrhunderts wichtige aufklärerische Impulse gab. Auch das Eichstätter Kollegium Willibaldinum wurde 1614 an die Jesuiten übertragen.

Doch nicht nur die jeweils lange Tradition verbindet uns mit Ingolstadt. Auch institutionell fand bereits früh ein unmittelbarer Austausch mit der Hohen Schule statt: Bereits ein Jahr nach Gründung des Collegiums erkannte die Universität Ingolstadt die Gleichrangigkeit der in Eichstätt betriebenen akademischen Studien mit denen der Ingolstädter Artistenfakultät an.
Mit der Gründung unserer Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät „auf der Schanz“ im Jahr 1989 wurde Ingolstadt wieder Universitätsstandort. Und es wird für uns eine Ehre sein, mit unserer künftigen Präsenz im historischen Georgianum zusätzlich vis-à-vis der Hohen Schule im Herzen Ingolstadts forschen und lehren zu können.

Ein abwechslungsreiches Jubiläumsjahr wünscht Ihnen Prof. Dr. Gabriele Gien

Präsidentin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
line-design Wissenschaftsjahr Ingolstadt

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Gründung der ersten Bayerischen Landesuniversität 1472 begann in Ingolstadt eine neue Zeitrechnung.

Die Stadt an der Donau wurde Wissenschaftsstandort – und blieb es bis zum Jahr 1800.

Das 550-jährige Bestehen der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität ist 328 Jahre mit dem Standort Ingolstadt verbunden. Und die Universität brachte bekannte Wissenschaftler wie den Gegenreformator Johannes Eck, den Mathematiker und Astronomen Peter Apian oder den Historiker Johannes Aventinus hervor. Die Universität war in der Hohen Schule, Goldknopfgasse 7, untergebracht.
Dass dieser Standort 1994 die erste Adresse der Fachhochschule Ingolstadt, der heutigen Technischen Hochschule wurde, erfüllt uns mit Stolz. Damit konnten wir eine erfolgreiche Wissenschaftstradition Ingolstadts an diesem historischen Standort fortführen.

Inzwischen ist Ingolstadt zu einer Studentenstadt mit über 7.500 Studierenden herangewachsen, davon rund 6.500 an der THI. Der Campus befindet sich am ehemaligen Gießereigelände, in direkter Nähe zur Altstadt, und versteht sich als ein lebendiges Wissenschaftsquartier mit Einrichtungen wie CARISSMA – dem bundesweiten wissenschaftlichen Leitzentrum für Fahrzeugsicherheit, dem Fraunhofer Anwendungszentrum Vernetzte Mobilität und Infrastruktur, dem bayerischen KI-Mobilitätsknoten AImotion, dem Digitalen Gründerzentrum brigk sowie dem Museum für Konkrete Kunst. An diesem attraktiven Standort wird die jahrhundertelange Tradition Ingolstadts als Wissenschafts- und Kulturstandort in die Zukunft geschrieben.

Die Technische Hochschule Ingolstadt freut sich, mit vielfältigen Veranstaltungen und Angeboten das Wissenschaftsjahr 2022 mitzugestalten. Besonders einladen möchte ich Sie zu unserem On Campus Festival am 24. Juni.

Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren.
Prof. Dr. Walter Schober

Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt

 

Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt
© THI