Wissenschaftsstandort Ingolstadt

Wissenschaft, Forschung und Lehre am Standort Ingolstadt blicken nicht nur auf eine lange Historie zurück, sondern spielen auch im Hier und Jetzt eine unentbehrliche Rolle im Stadtleben. Das Herzstück des Wissenschaftsstandortes bilden dabei die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und die Technische Hochschule Ingolstadt als lokal ansässige Hochschulen.

Die Technische Hochschule Ingolstadt ist eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands und gleichzeitig die akademische Heimat von mehr als 6.500 Studierenden und 750 Mitarbeitenden. Als Teil der Hightech-Agenda des Freistaats Bayern baut sie ein Zentrum für Künstliche Intelligenz auf und wird dort mit knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Methoden der Künstlichen Intelligenz an den Schnittstellen zu Handel, Gesundheit, Produktion und Mobilität erforschen. Im Rahmen des bayernweiten KI-Netzwerks bildet Ingolstadt den zentralen Netzwerkknoten für das Themenfeld Mobilität. Mit dem CARISSMA (Center of Automotive Research on Integrated Safety Systems and Measurement Area) Forschungszentrum und dem dazugehörigen Außengelände nimmt die THI schon heute eine bundesweite Leitrolle im Bereich der Fahrzeugsicherheitsforschung ein. Durch die räumliche Nähe der Technischen Hochschule und ihrer Institute zum Digitalen Gründerzentrum der Region brigk im Kavalier Dalwigk entsteht ein Raum für Innovationen – als Anlaufstelle, Treffpunkt und Heimat für Entrepreneure und Kreative, digitale Nomaden und Start-ups.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
© Rössle Stadt Ingolstadt
Südseite des neuen Gebäudes der Technischen Hochschule Ingolstadt.
© THI

Mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (WFI) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt befindet sich am Standort Ingolstadt ein Campus der beliebtesten Universität Deutschlands. Die 22 Lehrstühle der WFI sind hier mit der Forschung und der Betreuung der knapp 1.000 Studierenden betraut. Hier sind auch das KU Research Institute for Taxation und das KU Research Institute for Business and Economics in Service of Humanity als forschungsstarke Institute angesiedelt. Neben der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wird zukünftig auch das Ethikzentrum der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in den historischen Räumen des Georgianums ein Zuhause finden.
Damit schärft sich wiederholt das inhaltliche Profil der Universität am Standort mit den Themen Betriebswirtschaftslehre, Digitalisierung, Ethik und Psychologie.

Fotos: © Ulli Rössle, Stadt Ingolstadt

Die Stadt und ihre Hochschulen sind seit deren Bestehen eng miteinander verflochten und profitieren sowohl im regelmäßigen Austausch als auch in gemeinsamen Projekten voneinander. In einer Vielzahl von Initiativen engagieren sich beide Hochschulen und die Stadt Ingolstadt gemeinsam und bearbeiten dabei Themen wie die Mobilität der Zukunft, Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz. Im Projekt „Mensch in Bewegung“ wird neben der Exzellenz der wissenschaftlichen Arbeit an den beiden Hochschulen ein großer Fokus auf die Relevanz der Forschung für die Bürgerinnen und Bürger gelegt. Die beiden Hochschulen nutzen ihr unterschiedliches Kompetenzprofil, um Themen wie Klimawandel, Digitalisierung und soziale Ungleichheit zu bearbeiten und die Interaktion zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Bürgerschaft und Politik zu verstärken. Hierzu entstand in der Ingolstädter Altstadt die Wissenschaftsgalerie als physischer Treffpunkt der verschiedenen Akteure.

Im Rahmen der städtischen Urban Air Mobility-Initiative wurden zusammen mit den Hochschulen unterschiedliche Anwendungsszenarien des Innovationsfeldes Drohnen und unbemannte Luftfahrt erforscht und weiterentwickelt. In den Projekten der Initiative GABi, FreeRail, MEDinTime und InCity TakeOff war und ist dabei neben der wissenschaftlichen Exzellenz auch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ein zentrales Element. Doch auch die intelligente und vernetzte Mobilität am Boden ist ein wichtiger Forschungsgegenstand der Ingolstädter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. In einer Vielzahl von Aktivitäten untersuchen die Forschenden, wie Produkte und Dienstleistungen im Mobilitätssektor nutzerfreundlicher, sicherer und digitaler werden können. Exemplarisch hierfür sind die beiden Projekte KIVI und SAVeNoW. Im Rahmen des Projekts KIVI werden moderne, datenbasierte Verfahren in einem Testfeld entwickelt und getestet, um den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit zu optimieren. Im Projekt SAVeNoW werden der Aufbau und Betrieb eines digitalen Zwillings für den urbanen Verkehr in Ingolstadt erforscht, mit dem komplexe Fragestellungen über das Verkehrssystem in Ingolstadt beantwortet werden können. Künftig wird der Standort durch die Ansiedlung weiterer Unternehmen, u.a. im Bereich Digitalisierung wie beispielsweise die Niederlassung der CARIAD als Softwareentwicklung des VW-Konzerns, am neu gegründeten IN-Campus geprägt, wodurch das Potential für Forschungskooperationen mit der Industrie zunimmt.

Die ansässigen Hochschulen stellen für die Stadt Ingolstadt eine unschätzbare Ressource dar. Sie ziehen Talente an und sind ein Nährboden für innovative Ideen und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig machen sie unsere Stadt lebendiger, moderner und offener. Unsere Hochschulen haben die Werkzeuge, um sich den drängenden Problemen unserer Gesellschaft anzunehmen.

Studentengruppe

Wissenschaftspreise der Stadt Ingolstadt

Die Stadt Ingolstadt hat mit der Exzellenzstiftung Ingolstädter Wissenschaft – Ignaz Kögler und dem Johann-Helfenzrieder-Transformations-Preis zwei Instrumente geschaffen, um Spitzenforschung am Standort Ingolstadt und deren wirtschaftliche Verwertung aktiv zu fördern.
Der Johann-Helfenzrieder-Transformations-Preis unterstützt Gründerinnen und Gründer aus dem Hochschulumfeld, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Er hilft, eine Finanzierungsbasis für die Unternehmensgründung oder Beteiligung von Investoren herzustellen. Der Preis wird alle zwei Jahre auf Vorschlag einer Fachjury durch den Stadtrat der Stadt Ingolstadt verliehen.
Die Exzellenzstiftung Ingolstädter Wissenschaft – Ignaz Kögler hat das Ziel anwendungsorientierte Spitzenforschung am Standort Ingolstadt nachhaltig zu unterstützen. Dafür vergibt die Stiftung jährlich ein Stipendium für ein Senior Fellowship, das exzellenten auswärtigen Forscherinnen und Forschern im Rahmen eines Forschungsfreisemesters ermöglicht, gemeinsame Forschungsprojekte an den Ingolstädter Einrichtungen und Hochschulen durchzuführen.
Das Research Summer Camp bietet Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus der ganzen Welt die Möglichkeit am Standort Ingolstadt mit Fachleuten aus Industrie und Wissenschaft in Austausch zu treten. Die Ergebnisse aus den Stipendien der Exzellenzstiftung Ingolstädter Wissenschaft werden stadtöffentlich vorgestellt.
Im Rahmen des Jubiläumsjahres 550 Jahre Hohe Schule zu Ingolstadt werden die Wissenschaftspreise der Stadt Ingolstadt eine besondere Rolle einnehmen. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Website des Jubiläumsjahres.

Preise Wissenschaftsstandort Ingolstadt